Einführung

Karuta ist ein Spiel, bei dem es auf Zuhören und Schnelligkeit ankommt.

Ogoola Karuta Deutsch 1-48 ist die erste deutsche Version des 400 Jahre alten historischen japanischen Kartenspiels Karuta. In diesem Spiel wird vor allen Dingen Ihre Konzentration und Schnelligkeit gefordert – ähnlich wie bei den Kämpfen der Samurai um den Sieg. Karten mit Zitaten aus den schönsten deutschen Gedichten werden bei diesem Spiel Ihre “Schwerter” sein. Daher wird das Spiel oft als intellektueller Kampfsport beschrieben.

Es gibt verschiedene Arten von Karuta Spiel aber wir empfehlen die “Genpei Gassen”.

Genpei Gassen bedeutet übersetzt “Genpei Krieg” (1180-1185). Er ist einer der wichtigsten Kriege in der japanischen Geschichte und legt den Grundstein für einen durchgreifenden gesellschaftspolitischen Wandel vom Kaisertum zur Militärregierung. Beide zu dieser Zeit um die Macht konkurrierenden Samurai-Clans (Genji und Heike) leiten aus ihrer hohen Abstammung einen Führungsanspruch ab, sind hervorragend ausgebildet und große Strategen. In der Folge des Krieges bilden die Samurai viele hundert Jahre lang die Elite Japans. Besonders zwei Künsten kam bei den Samurai eine herausragende Bedeutung zu: Der Fechtkunst und der Poesie. Vor allem die Poesie hatte schon zu Zeiten des Kaisertums ein hohes Ansehen, sowohl in öffentlichen als auch in privaten Bereichen der Gesellschaft.

Hier, bei Ogoola Karuta, kämpfen Sie sich mit Ihren Karten zum Sieg! Schnappen Sie sich als erster die gesuchte Spielkarte. Mit hohem Einsatz und einer Menge Spaß können Sie den Kampf für sich entscheiden.


 

Inhalt – DE48

– 48 Lesekarten (Yomifuda) mit jeweils einem längeren Gedichtzitat und dazu gehörend

48 Spielkarten (Torifuda) mit jeweils einem kürzeren Ausschnitt aus den Gedichtzitaten der Lesekarten (zweiter Teil, Text in schwarz)

– Regeln

Zubehör (optional):
– Tatami-/Textil-Spielmatte
– Ogoola Karuta Leserapp


Spielvorbereitung

  1. Bilden Sie zwei Teams (1-4 Spieler pro Mannschaft) und stellen Sie sich gegenüber. Bestimmen Sie einen Leser.[1]
  2. Wählen Sie eine Spielfläche, z.B. Tisch/Boden mit einer Decke oder einer Tatami-/Textil-Spielmatte.
  3. Bestimmen Sie beliebige Spielkarten und die Anzahl (12-48 Karten). Falls nicht die maximale Kartenanzahl verwendet wird, werden die verbleibenden Karten zur Seite gelegt.
  4. Der Leser sucht die zugehörigen Lesekarten und vermischt diese.
  5. Verdecken Sie die Spielkarten auf der Spielfläche und mischen diese gemeinsam mit den anderen Spielern.
  6. Verteilen Sie gleichmäßig die verdeckten Spielkarten. Jeder Spieler platziert seine Karten in drei Reihen offen vor sich. (siehe Abbildung). Die Anordnung der Karten innerhalb dieser drei Reihen, welche den Spielbereich eines Spielers darstellen, darf vom jeweiligen Spieler frei gewählt werden.
  7. Nachdem die Spieler mit der Platzierung fertig sind, dürfen diese sich in den folgenden drei Minuten die Karten in beiden Bereichen auf dem Spielfeld einprägen.
  8. Halten Sie die Hände auf Ihrer Seite und außerhalb des Spielbereichs.

Ziel des Spiels

Ziel des Spiels ist es, alle Karten loszuwerden. Gewinner ist derjenige, in dessen Spielbereich sich als erstes keine Karten mehr befinden.

MP3-files finden Sie unter www.ogoola.org/downloads

Spielende und Sieg

Das erste Team, das alle Karten auf der eigenen Seite loswird, gewinnt!

Die verbleibenden Karten auf der gegenüberliegenden Seite sind das Ergebnis des Siegers. Je höher das Ergebnis, desto besser. Die Punktzahl kann unter anderem bei einem Turnier dazu dienen Spieler zu rangieren und einen endgültigen Sieger zu bestimmen.


Spielverlauf

Der Leser eröffnet das Spiel mit den Worten Hajime! (Das Spiel beginnt!). Die Spieler bestätigen mit Hai! (Ja!).

Der Vorleser beginnt, die Gedichte in zufälliger Reihenfolge zu rezitieren und der bzw. die Spieler versuchen die zugehörige Karte jeweils schneller zu nehmen als der oder die Gegenspieler.

Der Vorleser liest das Zitat auf der gewählten Lesekarte laut vor. Er legt eine kurze Pause zwischen dem ersten Teil des Zitats (Text in rot) und dem zweiten Teil des Zitats (Text in schwarz) ein. Nachdem der Text vollständig vorgetragen wurde, wird der zweite Teil des Zitats (Text in schwarz) wiederholt.

Der Spieler oder das Team welcher/welches zuerst die zugehörige Spielkarte genommen und sie somit gewonnen hat, legt diese verdeckt neben sich ab. Die Wiederholung des zweiten Textteils (schwarz) kann unterbleiben, wenn die zugehörige Spielkarte bereits gefunden wurde.

Hat ein Spieler oder Team eine Karte aus dem Spielbereich des Gegners genommen, so darf eine beliebige Karte aus dem eigenen Spielbereich an den/die Gegner abgegeben werden.

Diese muss nun im gegnerischen Spielbereich ausgelegt werden. Somit kann stets der Spieler, welcher eine Karte gewonnen hat, die Anzahl der Karten in seinem Bereich verringern.
FilipOlaIm Laufe des Spiels darf die Anordnung der Spielkarten geändert werden. Dies erfolgt mit einem Handzeichen als Signal für den Leser zu pausieren. Sobald alle Hände unten sind, fährt der Leser mit der Rezitation der nächsten Lesekarte fort.

Spielvarianten

Genpei Gassen für Fortgeschrittene:
Um es schwieriger zu gestalten, werden mehr Lesekarten als Spielkarten eingesetzt. Dadurch ist das Risiko höher eine falsche Karte zu nehmen. Bei der originalen Spielweise, Kyogi Karuta, setzt man 100 Lesekarten aber nur 50 Spielkarten ein.

Chirashidori: Verteilen Sie die Karten auf einer Spielfläche. Jeder spielt gegen jeden und versucht so viele richtige Karten wie möglich zu nehmen.

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Wesentliche Unterschiede:

1) Jeder Spieler sammelt die richtigen Karten. Gewinner ist derjenige mit den meisten richtigen Karten. Falls eine falsche Karte genommen wird, muss man als Strafe eine Karte von den gewonnenen Karten an einen seperaten Stapel abgeben.

2) Wenn zwei Karten übrig bleiben, darf der Spieler, der zuerst die richtige Karte nimmt, auch die letzte Karte nehmen.